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Es ist Brauch, während
der Fastenzeit vor Ostern in den Häusern su
Nenniri, das blasse, im Dunkeln auf einem Teller gekeimte Korn
wachsen zu lassen. Auf den Straßen lassen die Kinder das Tra-Tra der Orriaiola ertönen - ein Rohrinstrument, das in der Karwoche
die Glocken ersetzt. Am Ostertag aber läuten die Glocken zum Feste
und su Nenniri, bei Tageslicht ergrünt, wird in die Kirche getragen,
um eine gute Ernte zu erbitten. In der Zwischenzeit haben die Frauen die
verschiedenen Brotsorten für das Fest in Form von kleinen Hennen, verzierten
Herzen und Blumengewinden gebacken. Vor allem aber sind die Pardulas fertig, eine Frischkäse-Spezialität, die vor allem für Südsardinien
charakteristisch ist. Diese wunderbar weichen Törtchen werden mit einer
Prise reinem Safran aus dem Campidano aromatisiert. |
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